Mo., 24. Jan.

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AUFBRECHEN! Ran an die Strukturen

Theater spiegeln die Diversität der (Stadt-)Bevölkerung nach wie vor nicht ausreichend wider. Wir müssen ran an die Strukturen. Die Agent*innen des Programms 360° der Ein- und Mehrspartenhäuser möchten mit der Tagung AUFBRECHEN zum Wissenstransfer und Austausch beitragen.

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Zeit & Ort

24. Jan., 13:00 – 26. Jan., 13:00

Online im Livestream und über Zoom

Über die Veranstaltung

Seit  einigen Jahren beschäftigen sich Theater im deutschsprachigen Raum  verstärkt mit „Diversität“, lange Zeit vor allem projektbasiert und im  Bereich der Vermittlung.

Doch Programm, Publikum und  Personal deutscher Stadt- und Staatstheater spiegeln die Diversität der  (Stadt-)Bevölkerung nach wie vor nicht ausreichend wider. Ursachen dafür  sind die sich selbst reproduzierenden Strukturen und Kulturen der  Häuser, der Kommunen und der Kulturpolitik. Dort muss also Veränderung  ansetzen: Wir müssen ran an die Strukturen.

Innerhalb des Programms  „360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung  des Bundes haben wir als Agent*innen für Diversität den Auftrag, die  Ein- und Mehrspartenhäuser bei ihren Vorhaben zu unterstützen “sich  intensiver mit den Themen Migration und kulturelle Vielfalt als  chancenreiche Zukunftsthemen auseinanderzusetzen und neue Zugänge und  Sichtbarkeiten für Gruppen der Gesellschaft zu schaffen, die bislang  nicht ausreichend erreicht wurden” (https://www.360-fonds.de/programm/).

Unser Fokus der  Diversitätsentwicklung in Kulturbetrieben liegt deshalb besonders auf  den Diskriminierungsformen, Ausschlüssen und Barrieren, die  rassifizierte, migrantisierte und aufgrund von Kultur marginalisierte  Menschen betreffen. Wir verfolgen dabei einen intersektionalen Ansatz,  berücksichtigen also, dass verschiedene Diskriminierungformen wie  Rassismus, Sexismus und Ableismus (Diskriminierung von Menschen mit  Behinderung) zusammenwirken und sich überschneiden können. Aufgrund der  spezifischen Zielsetzung des Förderprogramms 360° können wir allerdings  nicht alle Ausschlussformen gleichermaßen in unsere Arbeit einbeziehen.

Durch den Austausch von  Erfahrungen und Erkenntnissen unter den Agent*innen der Theater,  Opernhäuser und Orchester hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein  Netzwerk gebildet. Unser Wissen und unsere Erkenntnisse möchten wir im  Rahmen der Tagung teilen, diskutieren und durch Impulse weiterer  Expert*innen anreichern.

Die Strategien und Tools, die  wir vorstellen und kritisch reflektieren, beziehen sich auf verschiedene  Handlungsfelder in Institutionen: auf künstlerische Auswahlprozesse,  auf normative Kunst- und Kulturverständnisse, auf den Kanon, den Umgang  mit rassistischen Vorfällen, auf rechtliche Grundlagen und  Rahmenbedingungen, auf diskriminierungskritische Forschung und auf die  spezifischen Barrieren im Klassikbereich.

Mit der  Tagung “AUFBRECHEN! Ran an die Strukturen!” adressieren wir  Akteur*innen, die im Handlungsfeld Theater – strategisch, operativ,  künstlerisch, wissenschaftlich – aktiv tätig sind und konkrete  anwendungsorientierte Instrumentarien und Strategien kennenlernen und  kritisch diskutieren möchten. Die Tagung richtet sich darüber hinaus  auch an kulturpolitische Akteur*innen auf kommunaler und Länderebene, an  Forscher*innen, an Vertreter*innen von Verbänden, Stiftungen und  Netzwerken sowie Interessierte, die einen praxisorientierten Einblick in  die Diversitäts- und Strukturfragen an deutschen Theatern gewinnen  möchten.

Programmplan


  • 15 Minuten

    Ankommen

    Livestream

  • 15 Minuten

    Künstlerische Intervention

    Livestream
18 weitere Elemente verfügbar