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25.01.2022

09:30 Uhr

Panel und Austausch 
Tabus aufbrechen: Lasst uns reden!
Rassismus am Theater, Prävention und Aufarbeitung

Rassismusvorfälle an deutschen Bühnen wurden in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit immer öfter und lauter diskutiert – meist jedoch erst dann, nachdem Betroffene sich trotz zahlreicher Hindernisse zu Wort gemeldet und sich in der Folge einer zum Teil skandalträchtigen Berichterstattung sowie dem Risiko, ihren Arbeitsplatz oder Engagements zu verlieren, ausgesetzt hatten.

 

Die öffentliche Debatte ist dann häufig geprägt von Dekonstruktionen und Leugnungen dessen, was Betroffene berichten. Statt die Strukturen zu problematisieren, die zu rassistischen Vorfällen und ihrer mangelnden Aufarbeitung führen, werden nicht selten Betroffene selbst zum Problem gemacht.

 

Auch in einer Koproduktion des Nationaltheaters Mannheim kam es zu rassistischen Äußerungen. Ausgehend von diesem Vorfall wollen wir gemeinsam mit der an der Produktion beteiligten Schauspielerin Derya Ekinci sowie weiteren Gäst*innen in diesem Panel ansetzen: Wir wollen einen Raum öffnen für ein konstruktives und aufrichtiges Gespräch über Rassismus am Theater und eine Enttabuisierung des öffentlichen Sprechens darüber. Wie gehen Theaterhäuser aktuell mit solchen Situationen um? Welche konkreten Veränderungen für die Prävention von Rassismen, welche Umgangsstrategien und welche neuen Formen der Aufarbeitung brauchen wir?

Diesen Fragen gehen wir im Gespräch mit unseren Gäst*innen sowie in sich daran anschließenden – zunächst getrennten – Austausch-Räumen für BIPOC und weiße Kunst- und Kulturschaffende nach.

 

Mit Michelle Bray, Derya Ekinci, Selen Kara 

Moderation Sarah Bergh

 

Moderation der anschließenden Austausch-Räume:

BIPOC-Raum: Leyla Ercan, Mohammed Ghunaim (Ziko)

weißer Raum: Sonja Baltruschat, Judith Blumberg